Der HSV

 

HSV - Hamburger Sportverein

Logo "Die Raute" des Hamburger Sportvereins

 

 

120 Jahre HSV - die Geschichte lebt

Am 29. September feiert der Hamburger SV seinen 120. Geburtstag. Damit ist der HSV der älteste Verein der 1. Bundesliga – und einer der traditionsreichsten Deutschen Clubs sowieso. Diesen Ehrentag nimmt hsv.de zum Anlass, noch einmal zurückzublicken. In 120 Jahren Fußball-Geschichte gibt es nichts, was es nicht gibt. Schon gar nicht bei der umfangreichen und einzigartigen Historie des HSV. 120 Jahre im Zeichen der Raute – herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

 

 

Der Anfang des Fußballs

 

Der erste Fußball Club war der Sheffield F.C., er wurde 1857 in England gegründet und besteht bis heute. 1863 wurde dann in London die Football Association gegründet und im Zuge dessen 13 Regeln festgelegt. Im Verlauf der folgenden Jahre wurden die Ballgröße, die Höhe der Querlatte, der Feldverweis und die Halbzeitpause festgelegt, es wurde beschlossen, dass das Spielfeld frei von Bäumen und Sträuchern sein muss (gute Idee!), es wurden Elfmeter, Einwurf und Verlängerung eingeführt – und der HSV wurde gegründet. Dies war der Beginn einer langen, bis heute andauernden Geschichte.

 

Am Anfang war...

 

... Germania gegen Britannia. Man sieht sie direkt vor sich, zwei mit Speeren bewaffnete, vollschlanke Damen: Auf zum letzten Gefecht...  Aber es waren zum Glück nur zwei Fußballmannschaften, die auf der Mühlenkamper Rennbahn am östlichen Alsterufer gegeneinander antraten. Es ging um die Deutsche Meisterschaft 1904, Thomas Willis (ein Brite) traf für Germania, aber die Gäste aus Berlin (Britannia) siegten 3:1 und zogen ins Endspiel ein. Das wurde dann wegen verschiedener Querelen abgesagt, was Hamburgs Lokalmatadorin nicht tröstete.

 

Dafür ist sie seit 1919 verheiratet und wird heute 120 Jahre alt, die Germania zu Hamburg, geboren am 15. Februar 1887 als Athletikverein und ein paar Jahre später zum Fußball konvertiert. Es war eine sportliche Ehe zu dritt, die kurz nach dem 1. Weltkrieg zu Stande kam, mit dem früheren Hamburger Fußball-Club von 1888, der als Geschenk den Rothenbaumplatz mitbrachte und dem sich kurz vorher schon Falke 06 (aus Stellingen) als Juniorpartner angeschlossen hatte. Familienname seitdem: Hamburger Sport-Verein, kurz HSV. Um ganz korrekt zu sein: Das Kürzel „HSV“ gab es schon seit 1914, denn von da an hatte der ehemalige HFC den Namen Hamburger Sport-Verein von 1888 geführt. Damit wollte man den anderen Sportarten, vor allem der Leichtathletik gerecht werden, die der Verein ebenfalls betrieb. So oder so schlossen sich da echte Pioniervereine zusammen, die sich schon im 19. Jahrhundert um den Fußball verdient gemacht hatten, genauer: um „Assoziation“ oder, wie wir heute sagen, „Soccer“.

 

Fußball in Deutschland, das war bis ungefähr 1890 fast überall „Rugby Football“, entweder in Reinkultur oder in einer Mischform. Von daher kommt einem gewissen Max Siemsen hohe Bedeutung zu, denn dieser HFCer übersetzte 1893 das Regelwerk der englischen „Football Association“ ins Deutsche und fortan spielte der Verein Fußball nach den Regeln, die im Großen und Ganzen noch heute gültig sind. Auch Germania und der Nachbarverein Altona 93 hatten sich für „Soccer“ entschieden, und damit waren an Elbe und Alster die Weichen gestellt, während zum Beispiel in Bremen und Hannover noch längere Zeit „Rugby“ dominierte. Den Zusammenschluss der Vereine wuppte erst die nächste Generation. „Der Zeitpunkt der Vereinigung wurde auf den 2. Juni 1919 festgesetzt“, so der Wortlaut des Beschlusses. Die Wahl dieses Gründungstermins hatte ihren Sinn, denn tags zuvor, am 1. Juni, hatte in Bremen die Kriegsspielgemeinschaft Victoria/88 Hamburg das Endspiel um die Norddeutsche Meisterschaft gewonnen (2:0 gegen den Bremer SC). Klar, dass man das Ereignis noch abwarten musste, sonst hätte die Spielgemeinschaft womöglich als aufgelöst gegolten und gar nicht mehr in Bremen antreten können. Victoria und HSV 88 gemeinsam, das hatte richtig gut funktioniert, und viele Mitglieder wünschten sich sogar einen dauerhaften Zusammenschluss mit „Vicky“, aber mit 50:42 Stimmen lehnte eine Mitgliederversammlung im März 1919 den Plan ab. Statt dessen: siehe oben. Eine Mannschaft musste ganz neu aus dem Boden gestampft werden, doch das war für den neuen Großverein mit 1.000 Mitgliedern – für damalige Zeiten enorm viele – kein Problem. Rudolf Agte war „Außenkapitän“, Manager, rechter Verteidiger und Spielertrainer, ein alter Haudegen aus der Vorkriegsmannschaft von Germania, der 1914 zum Rivalen HFC gewechselt war und sich somit in beiden „Lagern“ bestens auskannte. Der Geschäftsmann sollte den HSV maßgeblich zu seinen großen Erfolgen der 20er Jahre (mit zwei Deutschen Meistertiteln) führen.

 

1963 war es soweit...

 

... aus den Oberligen Nord, Süd, West, Südwest und Berlin wurde die 1. Bundesliga. Natürlich konnten nicht alle 74 Oberligavereine  mitmischen, also musste eine Auswahl getroffen werden. Nicht nur sportliche, sondern auch wirtschaftliche Kriterien sollten hierbei ausschlaggebend sein. So musste z.B. jeder Club ein Stadion mit mindestens 35.000 Plätzen und eine Flutlichtanlage vorweisen. Für die sportlichen Kriterien wurden die vorangegangenen Spielzeiten ausgewertet. Die Spielzeiten Anfang der 50er zählten einfach, Mitte der 50er doppelt und Ende der 50er bis 61/62 zählten dreifach. Für die Teilnahme an Meisterschaftsendrunden oder Pokalfinalen wurden extra Punkte verteilt. Natürlich waren gleiche oder ähnliche Punktstände Stoff für Diskussionen und nach zahlreichen Unstimmigkeiten fiel schließlich der Beschluss. Am 11. Januar 1963 gehörte unser HSV zu den ersten neun Vereinen, die ausgewählt wurden. Der 6. Mai 1963 setzte einen Schlussstrich unter die Auswahl, denn die 16 Bundesliga Vereine standen fest.

 

Richtig los ging es dann am 24.8.1963, als alle acht Partien des ersten Spieltages 327.000 Zuschauer anlockten. Schon nach 58 Sekunden fiel das erste Bundesligator, Timo Konietzka von Borussia Dortmund überwand den Bremer Torwart und Deutschland jubelte. Schon im ersten Jahr wurde Hertha BSC die Lizenz entzogen und der Zwangsabstieg war nicht zu verhindern. Daraufhin beanspruchten Schalke 04 und der Karlsruher SC den freigewordenen Platz für sich. Nach einigem hin und her entschied man sich, die Liga auf insgesamt 18 Mannschaften aufzustocken. Die Bundesliga ist zu einem festen Punkt in unserem Leben geworden. Jedes Wochenende pilgern Tausende ins Stadion, in die Kneipe an der Ecke oder machen es sich auf ihrem Sofa gemütlich. Im Laufe der Jahre hat das mediale Interesse deutlich zugenommen und ob die sportlichen Fähigkeiten der Spieler nun zu- oder abgenommen haben, darüber wollen wir hier nicht streiten. Eines jedenfalls steht fest: Der HSV ist der einzige Verein, der durchgehend dabei war. Keine traurigen Abstiege oder kampflastigen Aufstiege – der HSV war immer erstklassig. Auch heute noch, nach 120 Jahren, in denen soviel passierte. Sportlich, persönlich, aber auch politisch und gesellschaftlich. Immer war der Hamburger Sport-Verein dabei und konnte in den vergangenen Jahrzehnten große Siege und Erfolge feiern. Leider sind zuletzt einige Jahre ohne Pokale vergangen, doch auch das wird sich wieder ändern. Die Geschichte lebt

 

HSV - diese drei Buchstaben sind weit über die Grenzen unserer Hansestadt hinaus bekannt. Der Bundesliga-Dino Hamburger Sportverein hat sich mit seinen legendären Erfolgen in die Fußball-Geschichte eingeschrieben. Wir stellen den Verein vor.

 

Die Jahreszahl 1887 wird von den Fans des HSV gerne als Gründungsjahr angegeben. Genaugenommen gibt es den Hamburger Sportverein aber erst seit 1919. Der SC Germania 1887, der Hamburger FC von 1888 und der FC Falke 1906 schlossen sich in jenem Jahr am 2. Juni zu einem  Verein zusammen, der den vollen Namen "Hamburg 88-Germania-Falke" trug. Die Vereinsfarben wurden als blau-schwarz bestimmt.

Erste Titel für den HSV
Der HSV entwickelt sich schnell zu einer der deutschen Spitzenmannschaften. Auf die Norddeutsche Meisterschaft folgen in den Jahren 1922 und 1923 auch Deutsche Meistertitel. Im Jahre 1928 ging der Titel erneut nach Hamburg. Im gerade eingeweihten Bahrenfelder Stadion (Volksparkstadion) schlagen die Kicker in rot-weiß Hertha BSC Berlin. 

Nach Ende von Nazi-Zeit und Krieg folgte konnte sich der HSV relativ schnell konsolidieren. Der Platz am Rothenbaum, wo der HSV seit seiner Gründung zu Hause spielte, war vom Bombenhagel verschont geblieben. Im Endspiel um die britische Zonenmeisterschaft 1948 siegte der Verein hier gegen den FC St. Pauli.

Uwe Seeler Uwe Seeler - Das Idol wurde in Öl verewigt
Mitte der fünfziger Jahre meldete sich der HSV mit einer neuen, jungen Mannschaft zurück in der nationalen Spitze. Verantwortlich dafür waren unter anderem die scharfen Flanken von "Charly" Dörfel die in der Mitte eiskalt verwandelt wurden und der Serientorschütze: Uwe Seeler. Der kleine, aber schnelle und geschickte Angreifer wird zum Rekordtorschützen und Aushängeschild des Vereins! Mit ihm erreichte das Team 1960 erstmals wieder die Deutsche Meisterschaft. Bis 1971 traf der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft  500 Mal für den HSV. Der Name Seeler ist seit dem mit dem Klub untrennbar verbunden.

Die Bundesliga
1963 wurde die Bundesliga als höchste deutsche Spielklasse gegründet. Der HSV wird einziger Vertreter der Hansestadt. Bis heute sind die Rothosen als einziges Team ohne Unterbrechung in der Bundesliga vertreten.

Die goldenen Jahre beginnen
Für den Hamburger SV beginnt eine Ära des Erfolges. Nachdem man 1977 den Weltstar Kevin Keegan für ein Rekordablösegeld an die Elbe lotsen konnte, kommen die großen Siege. Der junge Manager Günter Netzer verpflichtete Branko Zebec als Trainer, Horst Hrubesch wurde Sturmpartner von Keegan. Zwei Jahre nach dem Europapokal kommt endlich auch wieder der Deutsche Meistertitel in die Hansestadt! 1980 wird das Finale um den Landesmeisterpokal nur knapp verloren.  

An der Spitze
In den achtziger Jahren hatten die Fans des HSV viel zu feiern Nach der Trennung vom alkoholkranken Zebec verpflichtete der HSV Ernst Happel als Trainer. Der Österreicher gewann mit dem HSV die Deutsche Meisterschaft 1982 und führte den Verein ein Jahr später auf den Gipfel. Am 25. Mai 1983 trafen die Hamburger im Finale des Landesmeisterpokals auf Juventus Turin. Durch das umjubelte Siegtor von Felix Magath siegt der HSV im Athener Olympiastadion und bestieg den europäischen Fußball-Thron! 50.000 begeisterte Hamburger feierten die Helden bei ihrer Rückkehr auf der Moorweide. Die nationale Titelverteidigung ließ das Jahr zum bisher erfolgreichsten in der HSV-Geschichte werden!

Nach dem Höhepunkt folgt der langsame Fall des Traditionsvereins. In der Meisterschaft müssen die Hamburger in den folgenden Jahren den Münchener Bayern den Platz an der Sonne überlassen. Auch international ist die Zeit der großen Siege vorbei. Der DFB-Pokal 1987 ist das jüngste Exemplar im Trophäenschrank des Vereins.

 Der HSV dümpelt
Das aktuelle Mannschaftsfoto Seit den neunziger Jahren fristet der Hamburger Sportverein zumeist ein wenig spektakuläres Dasein im Bundesliga-Mittelfeld. Erst unter Trainer Frank Pagelsdorf erreichte der HSV in der Saison 1999/2000 wieder den dritten Platz in der Bundesliga. In der folgenden Championsleague-Saison erreichten die Rothosen unter anderem gegen Juventus Turin zu Hause ein begeisterndes 4:4-Unentschieden. Und die für mehr als 100 Millionen Euro erbaute neue HSV-Arena am Volkspark erlebt ihr erstes legendäres Spiel!

Spitzenstimmung in der ArenaDer Star ist das Stadion
Trotz der zumeist durchschnittlichen sportlichen Leistungen ist der Fanzuspruch beim Hamburger SV ungebrochen. Zehntausende strömen zu den Heimspielen. Grund dafür dürfte nicht zuletzt die hochmoderne "AOL-Arena" sein. Die Spielen in einem der schönsten Stadion Europas begeisterten Einheimische und Gäste gleichermaßen.

 

Neuer Glanz
Unter Trainer Thomas Doll deutet der Erfolgspfeil der Mannschaft seit 2005 wieder deutlich nach oben. Seit der spannenden Saison 2005/06 ist der HSV wieder auf Augenhöhe mit der Ligaspitze. Platz drei ist das beste Ergebnis seit Jahren. Mit Spielern wie dem Niederländer Rafael van der Vaart hat der Traditionsclub wieder echte Stars in seinen Reihen.

Doch auf einen Titel müssen die Fans wohl noch lange warten. In der Spielzeit 2006/2007 hatte die Mannschaft mit einer unglaublichen Verletztenliste, Pech und Unvermögen zu kämpfen. Der Hamburger SV fand sich einige Spieltage löang auf einem Abstiegsplatz wieder! Nach der Winterpause wurde Trainer Thomas Doll entlassen und durch den Holländer Huub Stevens ersetzt. Der als "harter Hund" bekannte Trainer führte die Mannschaft von den Abstiegsrängen. Platz sieben bedeutete am Ende einen versöhnlichen Abschluss einer völlig verkorksten Saison.HSv hat es noch geschaft im UI-cup spielen zu dürfen  mit Huub Stevens jetzt Hat Hsv sich durch den Ui-Cup in den Uefa Cuo Qualifieziert

*freu*

 



Für alle, die den HSV noch nicht kennen (was ich aber ernsthaft bezweifel) !!!

Gegründet wurde der HSV am 01. Juni 1919. Schwarz, Weiß und Blau sind die Vereinsfarben. Die Farben sind die der Gründerklubs Germania, HFC und Falke. Daraus setzt sich auch die HSV-Raute zusammen. Die soll auch die Verbundenheit mit der maritimen Geschichte der Stadt zeigen. Der Rhombus ist nämlich an eine Reedereiflagge angelehnt.

Schon 1922 gewann der HSV seine erste Deutsche Meisterschaft.

Das Finale gegen den 1.FC Nürnberg wurde beim Stand von 2:2 nach 189 Minuten abgebrochen. Daraufhin gab es ein Wiederholungsspiel. Doch auch dieses brachte keine Entscheidung. Nach 112 Minuten, beim Stand von 1:1, beendete der Schiedsrichter das Spiel, weil nur noch sieben Nürnberger auf dem Spielfeld standen. Zwei Nürnberger wurden vom Platz verwiesen, zwei fielen verletzt aus (das auswechseln von Spielern war damals nicht erlaubt). Der DFB erklärte den HSV zum Sieger der Finalspiele, jedoch mit der Weisung, auf den Titel zu verzichten. Der Süddeutsche Verband drohte nämlich mit der Abspaltung vom DFB. Somit gab es 1922 keinen Deutschen Meister.

Im Jahr darauf (1923) klappte es dann aber mit der Deutschen Meisterschaft, so wie auch 1928 und 1960. 1963 wurde der HSV das erste Mal DFB-Pokalsieger.

Die erfolgreichste Zeit hatte der HSV ab Mitte der 70´er bis Mitte der 80´er. 1979,1982 und 1983 wurde der HSV Deutscher Meister, 1976 und 1987 DFB-Pokalsieger, 1977 holte man den Europacup der Pokalsieger und als Krönung gewann der HSV 1983 den Europapokal der Landesmeister. Zudem erreichte man damals einen bis Heute unerreichten Bundesligarekord. Der HSV blieb von Januar 1982 bis Februar 1983 in 36 Spielen ohne Niederlage. Der HSV ist auch der einzig verbliebene "Dino" der Bundesliga, das heißt er ist seit der Gründung 1963 ohne (Abstiegs-)Unterbrechung dabei.